Position des Sichernden beim Vorstiegklettern

Einer der häufigsten Punkte den man bei Sichernden sieht, ist dass ihre Position in der sie stehen unnötiges Risiko mit sich bringt.
Die Risiken sind:
– Zusammenstoss mit dem Klettere wenn dieser stürzt
– Sturzstreckenverlängerung (evtl. Bodensturz)

Wie so etwas aussieht ist hier überspitz dargestellt, aber vielleicht bleibt es so besser im Gedächtnis:

Währen der linke Sicherer dicht an der Wand steht und vorbildlich leicht auf die Seite versetzt (ca. 1m), steht der rechte Sicherer weit von der Wand weg. Er wird durch den Ruck beim Sturz Richtung Wand gezogen, stolpert oder springt den ganze Weg bis zur Wand. Für den stürzenden Kletterer bedeutet das, dass er unabsichtlich mehr Seil bekommt und stürzt dadurch weiter… Hier bis zum Boden.

Die mutmasslich häufigste Ursach ist, dass der Sicherer seinen Nacken schonen will, weil er direkt an der Wand stehend viel steiler nach oben schauen muss und das vielleicht schon seit längerer Zeit.

Die Lösung ist hier eine Sicherungsbrille wie z.B. diese:

Grundsätzlich gilt: Metall haltbarer aber teurer, gerade wenn man sie mal ablegt beim Wechseln und aus versehen drauf tritt.

Folgende Regel macht dadurch Sinn:
– bis über den 4. Haken: volle Konzentration dicht an der Wand und seitlich leicht versetzt zur ersten Zwischensicherung stehen (nicht direkt unter dem Kletternden – diese Position muss meist laufend angepasst werden, da sich der Kletterer auch mal über den Sicherer bewegt)
Kletternden beobachten, um schnell reagieren zu können
ab dem 5. Haken: ca. 20-50cm Schlappseil