Steigeisen

Steigeisen sind Metallzacken die man unter den Schuh schnallt um bessern Grip auf vereisten Oberflächen zu erhalten.

Es gibt verschiedene Merkmale der Steigeisen in denen sie unterteilt werden können.

Einsatzbereich

  • Steileis (vertikale Frontalzacken, 12-14 Zacken)
  • Hochtouren (horizontale Frontalzacken, 8-12 Zacken)
  • Leichtsteigeisen (Material Aluminium oder Titan, meist nur 10 Zacken )

Hierbei muss man sich im Klaren sein, dass jedes Steigeisen Stärken aber eben auch Schwächen besitzt. Bei der Anschaffung des 1. Steigeisens sind viele hin- und hergerissen „Steileis-Steigeisen, oder Hochtouren-Steigeisen?“.

Am Besten ist es man verwendet für jeden Einsatz das dementsprechend spezialisierte Steigeisen, somit hat man die höchste Sicherheit und die beste Performance.

Jedoch ist dies nicht immer möglich, in diesem Fall muss man sich auf Kompromisse einlassen. Hierzu einige Beispiel:

1. Eiswasserfall klettern mit Gletscherzustieg

=> Beste Wahl: Steileis-Steigeisen mit Einbussen bei Zu- und Abstieg über den Gletscher

Warum ist das Gehen mit Steileis-Steigeisen nicht optimal?

Steigeisen: Links für Hochtouren („Grivel G12“), rechts für Steileis („Petzl Lynx“)

Der rote Punkt stellt den Drehpunkt dar, uber diesen rollt der Fuss bzw. das Steigeisen ab.

Die blaue Linie zeigt in welchem Winkel die Frontalzacken das Eis berühren.

Blau Linie (Abrollwinkel)
Im Vergleich sieht man nun, dass das „Petzl Lynx“-Steigeiesen keinen so grossen Winkel zulässt, was wiederum bedeutet, dass man beim Abrollen früher Kontakt mit der Eis-Oberfläche bekommt.
Durch diesen früheren Kontakt ist das Risiko des Stolperns höher.

Roter Punkt (Drehpunkt)
Im Vergleich sitz der rote Punkt bei dem „Petzl Lynx“ weiter an der Schuhspitze. Dies ist ergonomisch schlechter und erschwert das Abrollen und kostet somit mehr Kraft.

2. Hochtour mit einer kurzen Blankeispassage mit 40° Steilheit

=> Beste Wahl: Hochtouren-Steigeisen (je nach Fähigkeiten in VorstiegstechnikVoder seilfrei)

3. Gipfeltour ohne Gletscherkontakt im Winter aber mit Schnee

=> Beste Wahl: Leichtsteigeisen, falls der Schnee gefroren ist. Nachteil: weniger Zacken, somit weniger halt; weicheres Material, somit leichteres Verbiegen der Zacken

Bindungssysteme

Bei den Bindungen gibt es an der Ferse und an den Zehen verschiedene Varianten, die sich fast beliebig kombinieren lassen. Die gängigsten Bindungskombinationen hier im Überblick:

Für nicht Steigeisenfeste Schuhe => Klassische Steigeisen, Körpchen-Bindung (Vorne: Körbchen, Hinten: Körbchen)

Für steigeisenfeste Schuhe => Halbautomatische Steigeisen (Vorne: Körbchen, Hinten: Kipphebel)

Für Eiskletterer => Halbautomatische, oder Vollautomatische Steigeisen (Vorne: Zehenbügel, Hinten: Kipphebel)