Sackstich, Bandschlingenknoten,  „Führerknoten“

Anwendung im Bergsport:

– Seilverbindungsknoten zum Abseilen (Lehrmeinung DAV, ÖAV, SAC) mit mindestens 30cm Seilenden

– zum Verbinden von Reepschnüren für Sanduhrschlingen (Lehrmeinung DAV, ÖAV)

– Bremsknoten für Gletscherseilschaften (Lehrmeinung ÖAV)

– Fixe Weiche bei Dreierseilschaften (Lehrmeinung ÖAV und SAC)

– Einbinden in der Gletscherseilschaft mit Karabiner, wenn nicht am Seilende (Lehrmeinung ÖAV)

– Einbinden doppeltem Führerknoten in der Gletscherseilschaft, wenn nicht am Seilende (Lehrmeinung ÖAV)

– Hintersicherung des Seilverbindungsknotens bei verschieden dicken Strängen (Lehrmeinung SAC)

– als Zwischensicherungsknoten beim Umbau am Umlenkpunkt (z.B. Sportklettern)

– Abknoten der Selbstsicherungsschlinge (Lehrmeinung DAV, ÖAV)

– Knoten in den Seilenenden beim Abseilen (Lehrmeinung DAV)

– für Bauernflaschenzug (Lehrmeinung DAV)

Der Sackstich ist ein Knoten zur Verbindung von zwei Seilsträngen, man verwendet entweder zwei verschiedene Seile oder aber die beiden Seilenden eines Seilstücks. Meist wird auch der Überhandknoten als Sackstichbezeichnet, was nicht ganz korrekt ist, aber zumindest von jedem verstanden wird 🙂

Das Knotenbild entspricht dem des Überhandknotens, jedoch führt man den Knoten hierbei mit zwei Strängen aus.

Es gibt drei Varianten einen Sackstich zu knoten:

1. Sackstich gelegt in Tropfenform: Zwei Seilenden werden miteinander verknotet, wobei die Seilenden in dieselbe Richtung zeigen

2. Schlaufenknoten, der „Führerknoten“: Zwei Seilstränge werden miteinander verknotet, wobei die Seilenden in dieselbe Richtung zeigen und zudem auf der anderen Seite eine Schlaufe entsteht

3. Sackstich gesteckt in Ringform, der Bandschlingenknoten: Zwei Seilenden werden miteinander verknotet wobei die Seilenden in gegengesetzte Richtungen zeigen