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Whip-Lash-Effekt / Peitscheneffekt an Expressen

Dieser Effekt beschreibt das „selbstständige“ Öffnen von Basiskarabinern (Schnapper) beim Aufprall gegen den Fels.

Es gab schon Unfälle hierdurch, darum: „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!“

Im Video sieht man deutlich, dass auch Drahtschnapper öffnen, aber es gibt Massnahmen (s. unten).

Der Name „Peitscheneffekt“ leitet sich von der Ursache ab. Wenn das Seil wie bei einer Peitsche explosiv beschleunigt wird und dadurch die Expresse (mit der Rückseite) gegen die Felswand schlägt.

Gefahr:

Wirkt der Sturzzug genau in dem Moment auf den Karabiner, wenn dieser geöffnet ist, entsteht eine sogenannte „Schnapper-offen-Belastung„, wodurch der Karabiner stark geschwächt wird und sogar brechen kann, wenn die Sturzbelastung zu hoch ist.

DAV-Lehrmeinung: Schnapper-offen-Bruchlast mindestens 8kN besser 10kN.

10kN kommen daher, weil nicht nur der Kletterer beim Sturz einen Zug erzeugt, sonden auch der Sicherer. Diese Kräfte addieren sich dann an der belasteten Zwischensicherung auf überraschend hohe Werte.

Zudem kann die Belastung am Karabiner auch mal nicht wie im Norm-Test in den Karabiner eingeleitet werden und das erzeugt eine grosse Hebelbelastung

Realität:

Dieses Phänomen ist nicht vorhersehbar, kann aber theoretisch bei fast jedem Sturz passieren.

Risikominderung:

Mit der Markteinführung des CAMP Dyon Karabiners, gibt es seit 2017 einen Karabiner mit Drahtschnapper mit einer Schnapper-offen-Festigkeit von 11kN (!!). Respekt an die Ingenieursleistung an dieser Stelle!

Bereits länger hat AUSTRIALPIN das Modell ELEVEN im Programm, welches ebenfalls 11kN Schnapper-offen-Festigkeit hat, jedoch einen massiven Schnapper besitzt. (Danke Andreas Z. für die Info)

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